Tierschutzverein Europa
Endlich daheim...


26. September 2018
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Liebe Frau Hübner,

jetzt bin ich schon einige Wochen bei meinen neuen Herrchen und ich bin sehr zufrieden.
Morgens kuschel ich gerne mit meinen beiden Herrchen. Wenn sie dann endlich mal angezogen sind, ( das dauert bei ihnen immer etwas länger, weil sie immer hinter mir her rennen müssen, wenn ich die Socken oder Schuhe in den Garten trage) gehen wir spazieren. Meistens durch die Weinberge oder auch durch den Kurpark. Letztens sind wir 3 Stunden gewandert, das war ganz toll.
Nachmittags gibt es immer eine Spielstunde. Wegen meinem Beinchen machen meine Herrchen aber immer eine Pause dazwischen. In unserer Straße kenne ich auch schon alle. Gleich gegenüber wohnt mein Freund Zacki. Er war ein Straßenhund in Spanien. Ich spiele gerne mit ihm und versteh mich auch gut mit ihm. Eigentlich versteh ich mich mit allen hier aus unserer Straße.
Demnächst gehe ich dann auch in die Hundeschule. Das wird bestimmt ganz toll.
Beim Arzt in Freiburg war ich auch schon. Aber mein Bein ist noch nicht richtig wieder zusammengewachsen. Im Oktober muss ich nochmal hin. Begeistert bin ich davon nicht, aber meine Herrchen sagen, dass es sein muss.
Neulich habe ich die Fernbedienung versteckt und meine Herrchen mussten ganz schön lange suchen. Inzwischen haben sie aber gelernt, dass sie alles hoch legen müssen. Wenn nämlich keiner guckt, dann klau ich schon mal gerne.
Abends sitzen wir dann alle 3 auf der Couch, ich in der Mitte, und wir kuscheln. Das genieß ich besonders.
So das wars erst mal. Nächstes Schreiben kommt, wenn ich weiß was mit meinem Bein wird.
Bis dann und liebe Grüße an meine Kumpels auch von meinen Herrchen.
Frauchen sagt immer ich bin ihr Schatz.


11. September 2018
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Update September 2018
Lucy ist seit nunmehr 8 Monaten in Ihrem Zuhause in Hamburg, wo sie mit ihren 5 Katzenfreunden und Hütehundmixdame Emily als Kumpeline lebt.
Lucy ist die perfekte Mischung aus Schmusebacke und Kraftpaket. Sie liebt es auf der Couch oder im Bett zu liegen – am liebsten zwischen den Frauchen oder einfach quer über beiden drüber!
Lange Spaziergänge sind natürlich immer ein Abenteuer! Sie liebt es am Fahrrad zu laufen oder im Wald umherzuspringen (Eichhörnchen leben in Bäumen, das weiß sie auch schon! ) oder am Strand die Wellen zu fangen. Wenn es nach Lucy ginge, würde sie einfach stundenlang in diese hineinspringen (klappt noch besser, je weniger die Angst vor Wasser wird, stellte sie fest).
Auf Spaziergängen ist Lucy außerdem ein typischer Dauersnacker! Eigentlich könnte sie ununterbrochen die Nase auf den Boden halten und alle paar Meter rollt ihr eine Beere, ein Krümel oder sonst irgendetwas ins Maul: „Spaziergänge und frische Luft machen hungrig, also ist ein kleiner Snack super!“, so Lucy. Zu ihrem Pech erlauben Frauchen das nicht.
In kürzester Zeit beherrschte Lucy die Grundkommandos und mittlerweile übt sie auch fleißig kleine Kunststückchen und Übungen. Sie ist sehr sensibel und benötigt eine ruhige und einfühlsame Hand, aber mit der richtigen Technik, kann ihr viel gelehrt werden. Kinder und andere Hunde sind für sie überhaupt kein Problem und wenn sich die Gelegenheit ergibt, etwas Neues kennenzulernen, ist Lucy immer neugierig, ein bisschen aufgeregt, aber vorsichtig und achtsam.
Mit ihrem breiten Lächeln im Gesicht und ihrem verschmitzten und unschuldigen Hundeblick, stiehlt Lucy jedem das Herz! Ihre freundliche Art und Tollpatschigkeit, die manchmal an das Verhalten eines kleinen Welpen erinnert, bringt jeden zum Lachen! Das Herz geht auf! Der weite Weg von Hamburg nach Freiburg und zurück hat sich für alle gelohnt und als die beste Entscheidung erwiesen um das ganz große Glück zu finden!


11. September 2018
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Hallo hier ist "Hamshel"/ "Hänsel", oder wie mein neuer Mensch mich jetzt nennt "Matteo".
Derweil wohnt er seit 4 Wochen im nördlichen Niedersachsen... und ich glaube, wir haben es miteinander ziemlich perfekt getroffen.
Er ist ein Jackpot, mein Hauptgewinn.
Mit von der Partie ist seine neue Freundin Chrissy, meine 10 jährige Saluki- Gordon Setter Mix Dame, die ihm zeigt, was eben nur Hunde zeigen können, wie es hier in seinem neuen Leben nun läuft. Teamcoaching quasi...
Nach dem Tod unserer Galga im September 2017 haben wir uns quer durch Deutschland traurig auf die Suche nach einem Zweithund gemacht,
ein Galgo sollte es wieder sein... leider ohne den richtigen Partner / Partnerin gefunden zu haben.
Ich hatte mich durchgerungen nun mit Chrissy allein zu bleiben, als mir die Tassokarte von meiner verstorbenen "Carmen" in die Hände fiel. Ich hatte sie ja noch gar nicht abgemeldet...
Traurig tat ich es, sah den Shelta Blog. ... naja, dachte ich, warum da nicht auch eben Hunde angucken... so viele gesehen... die dann eben auch.
Und da war er: "Hänsel" - mein Herz machte einen Hüpfer. Was für eine Reaktion auf ein Foto!
Das war er...  Das war er, der Hund, den wir suchten! Ich war mir so sicher... wenn, dann er.
Überlegte und bewegte es noch ein paar Tage... bewarb mich... und Anfang August konnte ich ihn mit Chrissy in Freiburg abholen.
Den ersten Abend kam er in meine Wohnung, sah um sich. Was ist das? Und das? Und das?
Breit grinsend entdeckte er das Hundebett und tastete es mit den Vorderpfoten sachte ab, legte sich und sah sich offensichtlich zufrieden und hundemüde um.
Ja, wo war er nun gelandet?
Ein ganz unglaublicher junger Mann, der von Anfang an so ruhig und ganz offen lernt und lernt... und umsetzt, jetzt hier ist, als hätte es nie etwas anderes gegeben.
Ich vergesse oft, das er erst vier Wochen bei uns ist...  er toppt alle Erwartungen, die ich hatte.
Ob es das an der Leine gehen ist, oder kleine Runden am Rad, kurze Gänge in der Fußgängerzone der Kreisstadt... souverän geht er neben mir. Besuche machen bei Freunden... kein Problem. Und immer wieder die Frage: "Wie lange ist er bei Dir? Echt? Kann nicht sein... Unglaublich!"
Echt der Knaller, der Bub!
Klar Junghund, mein Garten hat nicht mehr den Originalzustand - was machts? Er hat Spaß, sprintet begeistert mit Vollgas seine Runden und lacht mit den Augen. Vertikutieren brauche ich nicht mehr...  ;0)
Es ist so schön anzusehen...und er ist so schön, innerlich und äußerlich. Kluge Augen beobachten genau, er versteht schnell... den Rest guckt er bei Chrissy ab.
Mein vierbeiniger Traummann.
Danke an das ADA Team in Spanien und Nicole vom TSV Europa, die so geduldig mit mir in der Vermittlung war...
Danke! Ihr macht so super Arbeit!!
Aus dem Tierheim in ein Zuhause... ich glaube und hoffe, er ist hier glücklich. Wir sind es mit ihm... hoffentlich ein langes Hundeleben lang.
Marlies Voß


24. August 2018
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Guten Abend Regina
 
Es war am 13. Juni 2015, als ich Nusa in Emmendingen abholen durfte. Dieser, und die Tage zuvor, waren emotional schon sehr aufgeladen. Klappt alles? Und wie reagiert die Nusa auf mich? Was erwartet mich da? Fragen die man sich natürlich in so Momenten stellt. Aber ich war immer überzeugt, dass alles gut läuft. Und so ist es auch gekommen.
 
Ich habe mich seit dieser Zeit immer wieder mal auf TSVE «Zu Hause gefunden» gemeldet. Allerdings weiss ich nicht, ob du Zeit findest diese Nachrichten zu verfolgen. Nun habe ich heute Abend in meinen alten Mails was gesucht und bin auf unsere Korrespondenzen vom Juni 2015 gestossen. Und da habe ich die Mails nochmals gelesen. Und, was soll ich sagen. Es hat mich sehr berührt, der Verlauf wie ich zur Nusa gekommen bin. Und natürlich einzig durch deine tatkräftige Unterstützung. Das vergesse ich niiiiiieeeee. Dafür bin ich dir immer dankbar.
 
Nusa ist ein Goldschatz. Sie ist immer bei mir. Sie kommt täglich mit ins Büro, sie darf mit (meistens) auch zur Kundschaft, wir planen den Urlaub zusammen. Es gibt nur wenige Momente, wo sie mal für ein paar Stunden alleine sein muss. Und dann ist immer gesichert, dass im Notfall jemand für sie da wäre. Aber auch das macht sie hervorragend. Sie schaut mir dann zu wenn ich ins Auto steige, und legt sich dann schlafen. Sie weiss genau, mein Chef kommt bald wieder. Vertrauen pur.
 
Im Juni diesen Jahres waren wir zusammen in Spanien, in Roses. Und das machen wir natürlich hundegerecht. Am Morgen, bevor die Leute zum Strand kommen, ist Baden im Meer und toben im Sand angesagt. Später dann, geht’s auf ins Gebirge der Küste entlang, von Bucht zu Bucht. Durch die Pinienwälder und zwischen durch mal wieder ans Meer runter zum Schwimmen. Sie geniesst das, das macht ihr Spass. Und mir auch. Ende September sind wir nochmal für zwei Wochen in Spanien und geniessen den Spätsommer.
 
Und im und in der Umgebung vom Büro kennt man mich. Weshalb? Natürlich wegen Nusa. Sie geht die Leute begrüssen. Sie ist so freundlich und fast alle Leute mögen sie. Sie hat eine unheimlich gewinnende Art.
Wir sind so richtig zusammen geschweisst, ein richtig gutes Team, voller Vertrauen gegenseitig. Jeder Tag ist ein besonderer Tag mit Nusa.
 
Also, das war mir jetzt ein echtes Bedürfnis, dir das frei vom Herzen weg zu erzählen und dir nochmals von ganzem Herzen zu danken, dass du die Adoption ermöglicht hast.
 
Ganz liebe Grüsse
 
Marcel


24. August 2018
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Nun ist es schon ein Jahr her, als Cosmo zu uns kam. Wir erinnern uns noch, als wäre es heute, als wir nach Emmendingen gefahren sind. Da waren sie nun, die Hunde, auf die ein „Zuhause für immer“ wartete. Mit dabei Cosmo; ein wunderschöner Rüde starr vor Angst. Natürlich würden wir es schaffen! Etwas Anderes kam für uns nicht in Frage. Mit viel Geduld und viel Zeit und Unterstützung durch Frau Wieler, Manuela Lowis und das ganze ADPCA-Team, lieben Freunden und Hundebesitzern .
Sehr unsicher hat Cosmo sein neues Zuhause betreten, müde von der langen Fahrt und trotzdem ständig in Hab-Acht-Stellung. Wir hatten ihm zwei Plätze vorbereitet, Cosmo wollte aber eine andere Stelle. Bei der kleinsten Bewegung oder einem Geräusch im und um das Haus war Cosmo alarmiert und musste ständig hin und her laufen. So war sein Alltag. Stressabbau durch Laufen – hin und her.
Der erste Liegeplatz, den er sich ausgesucht hatte wurde geändert. Er erhielt einen großen gemütlichen Korb an einer sicheren Stelle, von der er alles beobachten kann. Dort fühlt er sich jetzt richtig wohl.
Spaziergänge waren sehr anstrengend, denn Vieles hat ihm Angst gemacht. Am schlimmsten waren Menschen besonders die, die hinter ihm gingen. Begegnungen mit Hundehaltern waren nicht so bedrohlich. Seinen Artgenossen, ob groß oder klein, vertraute er eindeutig mehr als uns Menschen.
Cosmo war von Anfang an sehr neugierig, suchte, wenn auch sehr vorsichtig, unseren Kontakt und entspannte sich immer schneller. Besucher wurden gebeten, Cosmo zu ignorieren damit er nicht so gestresst ist. Wir waren auf einem guten Weg.
Und dann passierte das was man sich nie verzeiht. Es sollte nur eine kurzer Abendspaziergang werden. Plötzlich kamen zwei Jugendliche um die Ecke gerannt. Cosmo und ich erschraken uns furchtbar. Er kam aus dem Geschirr und rannte in Panik davon - Richtung Straße! Alles Rufen und Locken nutzte nichts. Weg war er. Ich kann nicht beschreiben, was in mir vorging. Panik, Angst um ihn, schlechtes Gewissen, Hilflosigkeit und das alles gleichzeitig. Warum war ich nur so leichtsinnig und hatte ihm an diesem Abend das Sicherheitsgeschirr nicht angezogen. Immer und immer wieder wurde die Wichtigkeit in Vorgesprächen erwähnt.
Es folgte das, was man nun tun muss. Freunde benachrichtigen, Polizei anrufen. Ich erfuhr, dass er wohl angefahren wurde. Also gingen wir ihn suchen. Auch die Polizei suchte mit! Nichts. Nach einer unruhigen, schlaflosen Nacht haben wir ( Freunde, Nachbarn alle halfen mit ) Flyer aufgehängt, im facebook um Meldungen bei Sichtung gebeten. Immer mit der Bitte, Cosmo ja nicht versuchen einzufangen. Und das qualvolle Warten begann.
Jetzt wurden wir dafür belohnt, dass wir immer die gleichen Wege mit ihm gelaufen sind. Dorthin flüchtete sich Cosmo. Schon die erste Sichtung am nächsten Tag zeigte, dass er nicht weit weggelaufen war. Er bewegte sich in dem Territorium, das er bereits kannte. Und er war nicht verletzt! Jeden Tag wurde Cosmo gesichtet. Aber er schaffte es nicht alleine nach Hause.
Näheres steht im angefügten Bericht. Diese Zeit möchten wir nicht noch einmal erleben. Wir haben immer an Cosmo geglaubt und ihn nie aufgegeben.
Seit dieser Aufregung geht es jeden Tag ein Stückchen besser. Cosmo hat einen tollen Charakter. Er versteht sich mit allen Hunden. Er ist neugierig und lernbegierig. Unsere Freude war riesig, als Cosmo das erste Mal seine Freude gezeigt hat. Wie schön ist es, wenn er sich täglich im Gras wälzt und dabei strahlt. Er liebt Wasser über alles und trägt sein Spielzeug auf seinen Spazierwegen. Manchmal ist seine Freude so überschwänglich, dass er gar nicht weiß, was er als Erstes anstellen soll.
Die Bindung zu uns ist heute so gut, dass er großes Vertrauen hat und sich sicherer fühlt. Deshalb darf er in bestimmten Gebieten freilaufen. Er bleibt immer in unserer Nähe. Jeden Tag treffen wir auf Hunde mit denen er ausgiebig spielt, dabei nimmt er schon von einigen Hundebesitzern ganz vorsichtig ein Leckerli. -Wie schön-
Cosmo bleibt stundenweise alleine und hat noch nie im Haus etwas zerstört.
Seine Angst hat er natürlich noch nicht völlig überwunden. Angst ist ein Gefängnis. Cosmo verlässt dieses Gefängnis immer öfter. Es wird noch viel Geduld und viel Zeit brauchen, bis er endgültig seine Angst hinter sich lassen kann. Wir sind glücklich, dass wir ihm dabei helfen dürfen.


23. August 2018
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Cosmo hatte sich erschrocken und ist aus dem Geschirr geschlüpft. Hier kommt ein Zeitungsartikel, Bilder und Videos über die Rettungsaktion des Burschen:


Die Suche nach „Cosmo“ endet glücklich
Markgräfler Tagblatt, 14.10.2017

Konnte eingefangen und wohlbehalten zu seinen Besitzern gebracht werden: „Cosmo“, ein Labradormischling. Steinen-Höllstein (hp).

Dem Team der Tierhilfs- und Rettungsorganisation (THRO) aus Ichenheim ist es gelungen, einen entlaufenen Hund einzufangen. „Cosmo“, ein vierjähriger Labradormischling aus Spanien, den die Besitzer erst seit vier Wochen hatten, hatte sich beim Gassigehen in Höllstein durch Personen so sehr erschrocken, dass er aus dem Geschirr geschlüpft und panikartig weggelaufen ist.
Danach wurde „Cosmo“ zwar immer wieder gesichtet, tauchte aber nie zuhause auf. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Besitzerin mit einem Hilferuf an die Tierhilfs- und Rettungsorganisation Ichenheim.
Zunächst aber war der K 9-Suchhunde-Stützpunkt Liestal (Schweiz) zweimal vor Ort, um mit ihren Suchhunden die Spur von „Cosmo“ aufzunehmen, was auch gelang. Somit konnte eine Futterstelle eingerichtet werden, die „Cosmo“ sofort annahm und regelmäßig besuchte.
Das war Voraussetzung für die THRO, um zu kommen. Am Samstagmorgen fuhr der Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Meier mit seiner Assistentin Katharina vom Ortenaukreis nach Höllstein, um eine in aussichtslosen Fällen eingesetzte Einfangvorrichtung aufzustellen. Immer wieder erreichen den Verein Anfragen zum Verleihen der Spezialfalle, aber das lehnen die Tierschützer ab. „So eine High-Tech-Falle gehört nicht in ungeübte Hände. Dann kann sie mehr schaden als nützen. Wir erledigen das lieber selbst vor Ort“, begründet Meier seine Haltung. Aus Sicherheitsgründen wird die Falle auch nie unbeaufsichtigt gelassen. „Wir beobachten den gesamten Vorgang per Kamera vom Auto aus und schließen die Falle erst, wenn der Hund, und nur der Hund, in der Falle ist. Dies geschieht ferngesteuert und ohne Verletzungsgefahr für das Tier“, so Meier weiter.
Nach dem Aufbau der Einfangvorrichtung begann für die beiden Tierschützer das lange Warten. Der vierjährige Rüde kam wiederholt in die Nähe der Falle, ignorierte sie aber. Erst nach 28 Stunden konnte er dem angebotenen Fressen nicht mehr widerstehen. Am 1. Oktober um 11 Uhr schloss sich die Falle, heißt es in der Pressemitteilung der Tierhilfs- und Rettungsorganisation weiter.
In diesem Zusammenhang weist die THRO darauf hin, dass immer mehr Hunde aus dem Ausland ihren Besitzern oder aus Pflegestellen entlaufen. Diese Hunde wieder einzufangen bedeute einen großen organisatorischen, personellen aber auch finanziellen Aufwand. Besonders in den Fällen, in denen Hunde noch keinen endgültigen Platz an der Seite eines Menschen gefunden haben oder Besitzer nicht ausfindig gemacht werden können, ist der Verein auf Spenden angewiesen.





20. August 2018
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Dani ist ein Jahr bei uns.

Vor einem Jahr quer durch Deutschland gefahren, um Dani in Empfang zu nehmen. Eine Reise begleitet mit Fragen, wie ist er? Wie wird das mit den anderen Hunden zuhause? Gespannt sein, Neugierig, ein bisschen nervös.
Dann der Morgen der Übergabe, viele Menschen da, die auch ihren Hund in Empfang nehmen wollen. Da ist eine Erwartungshaltung, Ungeduld, Neugier, Unsicherheit und ein bisschen aufgeregt sein zu spüren. Dann ist da Freude, Erleichterung zu spüren, wenn der Hund übergeben wurde und dann raus wollen aus der Situation und den Hund nach Hause bringen.
Dani wurde mir übergeben. Es gab für mich Informationen und Papiere. Dani war vollkommen überfordert von der ganzen Situation und ängstlich. Hat dann gleich sein großes Geschäft erledigt. Er wollte einfach weg.
Ich setzte ihn in mein Auto und sicherte ihn für die Heimreise. Dani war ganz verkrampft und starr, so saß er die erste Zeit auf dem Autositz. Dann legte er sich hin und ließ es über sich ergehen, dass ich ihn streichelte. So verging die Heimfahrt.
Zu Hause angekommen, wurde er neugierig von den anderen begrüßt. Er lief durch das Wohnzimmer, die Küche und in den Garten, war ganz aufgeregt und angespannt. Die Decke, auf der er im Auto lag, legte ich vor unsere Anrichte. Dort ließ er sich niedere. Aber bei jeder Bewegung, sprang er auf und lief herum.
Das erste Futter für ihn, zusammen mit den anderen Hunden lief problemlos. Ihn an die Leine zu nehmen, war schwierig, klappte dadurch, dass ich ihn überlistete.
Die erste Nacht für Dani in seinem neuen Zuhause, dann der erste Morgen. Die anderen Hunde liefen in den Flur um sich fertig zu machen zu Gassi gehen, Dani hinter her.
So vergingen die Tage. Dani hielt Abstand zu uns Menschen, bekam mit wie das mit den anderen Hunden lief, dass sie gestreichelt wurden. Dani macht einen Schritt vor und zwei zurück. Ich möchte auch gestreichelt werden, aber die Angst siegte. Vor dem Spazieren gehen oder im Auto, wenn wir zur Tierärztin fuhren ließ er sich streicheln und traute sich es zu zulassen und zu genießen.
Das ständige Aufspringen und rumlaufen wurde weniger. Er konnte auch entspannt in seinem Körbchen liegen. Die Ohren waren immer auf Empfang.
Er hatte inzwischen eine kurze Schnurr an seinem Geschirr, das vereinfachte Situationen, wenn es nötig war, dass er aus seinem Körbchen kommen musste.
Inzwischen traute er sich auch immer mehr an einem vorbei zu laufen und nicht den Rückzug an zu treten. Es ließ es auch zu sich nicht nur im Auto oder im Flur, sondern auch im Wohnzimmer streicheln zu lassen.
Er hatte es auch sehr schnell mitbekommen, dass die Küche ein wichtiger Raum ist, hier wurde das Futter zubereitet. Das bedeutete, er lief mir hinter her, wenn ich in die Küche ging. Dann musste er aber auch kontrollieren wo hin ich gehe, wenn ich auch dem Wohnzimmer gehe. Das wurde mit der Zeit auch immer weniger.
Die erste Ferienreise stand an und ich war gespannt, wie sich Dani verhält. Wir packten unsere fünf Hunde ins Auto und es ging nach Dänemark in ein Ferienhaus.
Dort angekommen, stellten wir als erstes sein Körbchen mit seiner Decke auf und er legte sich rein. Am zweiten Tag als wir alle auf dem großen Sofa saßen forderte ich ihn auf aufs Sofa zu springen, was er tat und sich dort in die Ecke zu den anderen Hunden legte. Ich war erstaunt, damit hatte ich nicht gerechnet, freute mich darüber. Vor da an war es so, als hätte es nie was anderes gegeben, er sprang aufs Sofa und legte sich in seine Ecke.
Ich war dann gespannt, wie es, wenn wir wieder zuhause sind, sich verhält mir Dani, kommt er da auch aufs Sofa. Am Anfang als wir wieder zuhause waren legte er sich in sein Körbchen.
Ich dachte versuch es, ich nahm ihn und setzte ihn aufs Sofa, er sprang sofort runter. Wir beide versuchten es mehrmals und er blieb liegen und eines Tages, sprang er von selber aufs Sofa und legte ich auf seinen Platz.
Ein großes Ereignis kam, der Jahreswechsel. Die Frage, wie wird er auf das Feuerwerk reagiert. Ich dachte geh rechtzeitig mit den Hunden raus bevor die Knallerei los geht (sie fängt in der Regel schon weit vorher an). Ich öffnete die Haustür und wollte mit den Hunden raus, was passierte, es ging in der Nähe ein Knaller los. Alle schreckten zusammen, aber wir gingen trotzdem raus. Dann um Mitternacht als die große Knallerei los ging, blieb Dani in seinem Körbchen ruhig liegen, spitze nur seine Ohren.
Neva, die eine Mops Hündin, war bei einer Zahn OP vor unserem Urlaub verstorben. Sie durfte auch zu ihm in sein Körbchen kommen und bei ihm liegen.
Nach unserem Urlaub zog Emil ein Mops Rüde bei uns ein, ein selbstbewusster Hund. An ihm orientierte sich nun Dani und er kann sich auch zu Dani in seine Ecke auf dem Sofa legen.
Dani zu bürsten war ein weiteres Unterfangen, das ließ er aber zu. Nur wurde sein Fell auch immer länger und ich wollte ihn sein Fell schneiden. Also bekam er einen Termin beim Hundefriseur. Dieser lief wieder erwartend gut. Dani machte dort keine Probleme.
Dani ist nun ein Jahr bei uns, er verliert immer mal wieder ein kleines Stück seiner Angst und auch seiner Schreckhaftigkeit. Ich denke, seine Angst wird nie ganz weggehen. Es ist seine Angst. Seine Bindung zu mir ist eine zarte Pflanze, die auch ganz langsam wächst.
Wenn ich ihm mir anschaue wie er vor eine Jahr war und wie er heute ist, hat er große Veränderung durchlebt. Er ist ein kleiner, wenn auch noch ängstlicher Mann, der auch weiß was er will und was nicht. Er holt sich ganz vorsichtig seine Streicheleinheiten und genießt sie sichtlich.

Wilfried Köhler 19.08.2018


26. Juni 2018
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Roxy (Alina), seit 13.01.2018 adoptiert
 
Nach fünf Monaten in meiner neuen Familie möchte ich Euch ein bisschen von mir berichten.
 
Ich hieß Alina und lebte die ersten drei Jahre meines Lebens in Spanien an der Kette. Über meine Vorgeschichte schweige ich lieber, ich möchte nur verraten, dass es mir gar nicht gut ging.
 
Menschen brachten mich in eine Tötungsstation und dort war ich ein Häufchen Elend bis mich liebe Menschen entdeckten und in ein Tierheim brachten. Ich hatte so viel Angst vor Menschen, dass ich mich nicht anfassen lassen wollte. Dort war ich nicht lange, denn meine neue Familie hat einen Aufruf auf Facebook gesehen und Frauchen hat das sofort Herrchen gezeigt. Noch im selben Moment hat Herrchen gesagt, dass sie mich adoptieren wollen. Dann gings auch schon ganz schnell auf die lange Fahrt nach Deutschland.
 
Dort angekommen war ich so verunsichert, dass ich mich nicht anfassen lassen wollte. Trotzdem haben sie mir ein Geschirr angezogen und mich in ein großes Auto getragen, wo schon Cara, meine neue Rudelschwester, auf mich wartete. Nach 20 Minuten Fahrt habe ich vorsichtig an Frauchen geschnuppert und mich das erste Mal streicheln lassen und ich wusste: JETZT WIRD ALLES GUT. Ich habe mich dann sogar getraut, mich neben sie auf den Sitz zu setzen und mich in den Arm nehmen zu lassen.
 
Seitdem ist viel passiert. Ich lerne viele neue Menschen kennen, denn Herrchen und Frauchen nehmen mich jeden Tag mit ins Büro. Noch immer habe ich Angst bei schnellen Bewegungen, denn das steckt ganz tief, aber ich weiß, dass meine Menschen mir alle Zeit der Welt geben und sich über jeden, auch noch so winzigen, Fortschritt freuen.
 
Liebe Grüße
Eure Roxy
 


16. Juni 2018
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"Huhu, hier schreibt Euch nun der kleine Fin aus seiner Pflegefamilie. Mir geht es richtig gut und so langsam verliere ich meine größte Angst, auch wenn ich manchmal noch ein bisschen verunsichert bin. Meine Pflegemama sagt immer, das sie es nicht versteht, das mich keiner will, obwohl ich so ein liebes Kerlchen bin. Ich bin absolut Stubenrein und kann stundenweise alleine bleiben( zumindest mit meinen Hundekumpels), die ich sehr mag, weil sie mir Sicherheit geben. Wenn ich mich an eine Person gewöhnt habe, bin ich eine absolute Schmusebacke (Bauch kraulen am allerliebsten) und klebe ihr an den Fersen. Weiterhin bin ich zwar vorsichtig aber meine Neugier auf alles Neue ist meistens größer und ich erkunde meine neue Welt mit viel Spaß. Ja ok, ich habe schon den Spitznamen Mr. Hibbel bekommen, weil ich manchmal hibbelig bin aber das legt sich meistens sobald ich lange Spazieren war und meine Pflegemama arbeitet mit mir daran, damit ich vom Kopf her auch ausgelastet und etwas ruhiger werde. Ich bin aber auch sehr gelehrig und das Abrufen klappt schon ganz gut, was das Kommando "sitzt" bedeutet habe ich auch schon gut verstanden und an der Leine laufe ich auch nicht mehr ganz so schlimm im zick zack. Das einzige was ich nicht so gerne mag sind kleine Kinder, deshalb sollten in meinem neuen Zuhause nur ältere Kinder leben (ab 12J.) und diese sollten auch schon den Umgang mit Hunden kennen. Die spanische Betreuerin hat meiner Pflegemama auch erzählt, das ich dort mit Katzen gelebt habe, deshalb geht sie davon aus ,das es kein Problem sein sollte wenn Katzen im Haus leben. Ich bin auch kein Kleffer, als was die Rasse Chihuahua meistens abgestempelt wird, ich melde mich nur einmal kurz wenn jemand zur Tür rein kommt. Meine neuen Dosenöffner sollten wissen, das ich kein Hund nur für´s Sofa bin! Ich bin schon ein kleines Energiebündel und möchte gefordert und beschäftigt werden. Ihr dürft mich jederzeit mit Absprache besuchen, dann kann ich Euch selbst von meinem netten Charakter überzeugen"

Liebe Grüße

Angelika


27. Mai 2018
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Liebe Mitarbeiter vom Tierschutzverein Europa!

Nun ist schon fast ein Dreivierteljahr seit der Adoption vergangen und wir können uns gar nicht mehr daran erinnern, dass es mal ein Leben ohne unsere Enya gegeben hat. Vielen Dank vor allem an Frau Thiel, die während und auch nach der Adoption immer ein offenes Wort für uns hatte!!!!!
Enya musste am Anfang viel lernen… das Leben in einem Steinbruch ist was ganz anderes, als bei uns (Autolärm, Treckerlärm, viele Menschen und Hunde…). Wie gut, dass ihre Mama oft zu Besuch war (und immer noch ist) und ihr so auch viele Ängste nehmen konnte. Enya geht gern in die Hundeschule, dort hat sie schon so einiges gelernt, sogar ein paar Tricks kennt sie.
Unsere Familienkatze Nala wurde am Anfang aus der Distanz von Enya beäugt, mittlerweile können beide gut miteinander!
Vor der Kastration hatten wir eine etwas turbulente Zeit, da Enya scheinschwanger (und auch ein störrischer Teenager) wurde. Zum Glück hat sie aber die OP gut überstanden und ist nun wieder ganz die alte „Ennie“!!!
Enya liebt es mit Frauchen lange Strecken zu joggen, neben dem Fahrrad zu laufen oder auch am Deich kilometerlang entlang zu schnüffeln (natürlich an der Schleppleine)…
Ganz toll war es, Ostern Enya`s Bruder Calcetin (jetzt: Cajo) zu treffen: zusammen mit ihm und Mama Cantera (Luna) am Strand zu toben war einfach total genial!!!!
Wir haben gesehen, dass auch Koke vermittelt wurde… vielleicht gelingt uns ja eine Familienzusammenführung XXL, das wäre total schön!
Wir hoffen, dass auch Botin noch sein Glück und seine eigene Familie finden wird!!!!
Ehrlich gesagt, schaut Frauchen jeden Tag auf die Homepage und wir denken sogar über einen Zweithund nach…!!!!

Herzliche Hundegrüße von der Nordsee


Ute Hübner (Sprachen: Deutsch, Englisch)
Handy: 0173-4679026
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